Die PHP-Version Ihrer Website ist eine Zahl wie 8.1.29 oder 8.3.36. Sie steht nirgends auf der Website selbst, und doch entscheidet sie, ob Ihre Seite noch Sicherheitsupdates bekommt. Seit der PHP-Lücke vom 21. Oktober fragen viele Inhaber zum ersten Mal danach. Hier sind fünf Wege, sie zu finden, vom einfachsten zum technischsten, und danach: was Sie mit dem Ergebnis tun.

Warum die Zahl zählt

PHP ist die Programmiersprache, in der WordPress, Joomla, TYPO3 und die meisten anderen Website-Systeme laufen. Jede Version bekommt ein paar Jahre lang Fehlerbehebungen, dann nur noch Sicherheitsupdates, dann gar nichts mehr. Eine Website auf einer Version ohne Sicherheitsupdates ist wie ein Haus, in dem ein zerbrochenes Fenster nicht mehr ersetzt wird.

Version Sicherheitsupdates bis
PHP 8.5 31. Dezember 2029
PHP 8.4 31. Dezember 2028
PHP 8.3 31. Dezember 2027
PHP 8.2 31. Dezember 2026
PHP 8.1 keine mehr seit 31. Dezember 2025
PHP 8.0, 7.x keine mehr seit Jahren

Was heißt das konkret: Für die Lücke vom 21. Oktober 2026 gab es Updates für 8.2 bis 8.5. Für 8.1 und älter gab es vom PHP-Projekt keines. Wer dort stand, war auf den guten Willen seines Hosters angewiesen.

Weg 1: In WordPress, ohne Technik

  1. Melden Sie sich im WordPress-Admin an (ihre-website.de/wp-admin).
  2. Links im Menü: Werkzeuge → Website-Zustand.
  3. Oben den Reiter Bericht wählen (in älteren Versionen „Info“).
  4. Den Abschnitt Server aufklappen. Dort steht „PHP-Version“, zum Beispiel 8.1.29.

WordPress sagt es Ihnen manchmal auch ungefragt: Im Dashboard unter „Website-Zustand“ erscheint der Hinweis „PHP-Update erforderlich“, wenn die Version veraltet ist. Der Hinweis ist ernst gemeint.

Weg 2: In Joomla, TYPO3 und Drupal

  • Joomla: im Backend System → Systeminformationen. Die PHP-Version steht in der ersten Tabelle.
  • TYPO3: im Backend unter Admin Tools → Environment → Environment Overview, oder über die Systeminformation oben in der Leiste.
  • Drupal: Verwalten → Berichte → Statusbericht. PHP steht in der Liste der Systemwerte.
  • Andere Systeme: fast alle zeigen die Version in den Systeminformationen ihres Backends.

Weg 3: Im Kundenmenü Ihres Hosters

Hier sehen Sie nicht nur die Version, hier können Sie sie auch ändern. Die Menüs heißen überall ein wenig anders:

  • IONOS: Einloggen, Menü Hosting, bei mehreren Verträgen den richtigen wählen, dann in der Kachel PHP auf Verwalten. Sie sehen eine Tabelle mit jeder Domain und ihrer Version. Bei „Managed WordPress“ und „MyWebsite“ verwaltet IONOS die Version selbst.
  • STRATO: Kundenlogin, Ihr Paket öffnen, dann Datenbanken und Webspace → PHP-Version einstellen.
  • All-Inkl: im KAS die Domain öffnen; die PHP-Version steht bei den Einstellungen der Domain.
  • Hetzner (konsoleH), netcup, Mittwald, webgo, world4you, Hostpoint: im Kundenmenü bei der Domain oder dem Webspace unter „PHP-Version“ oder „PHP-Einstellungen“.
  • Managed-WordPress-Angebote (Raidboxes, Mittwald, IONOS Managed WordPress, WP Engine) stellen die Version für Sie ein und zeigen sie in der Übersicht der Website.

Sie finden das Menü nicht? Der Support Ihres Hosters beantwortet die Frage „Welche PHP-Version nutzt meine Domain?“ in einer Minute. Fragen Sie schriftlich, dann haben Sie die Antwort später zur Hand.

Weg 4: Ohne Login, von außen

Sie haben kein Login, weil die Agentur es hat, oder der Neffe, oder niemand mehr? Dann schauen Sie von außen. Der kostenlose Johnny-Report sieht sich Ihre Website so an, wie ein Besucher oder ein Angreifer sie sieht, und zeigt die PHP-Version, wenn der Server sie mitschickt. Die meisten tun das. Dazu sagt er Ihnen, ob diese Version noch Sicherheitsupdates bekommt, welche Plugins sichtbar sind und ob das Admin-Login für jeden offen ist.

Prüfen Sie Ihre Website am Ende dieser Seite: etwa eine Minute, ohne Anmeldung, und an Ihrer Website ändert sich nichts.

Schickt Ihr Server die Version nicht mit, ist das kein Fehler, sondern Vorsicht. Dann bleiben die Wege 1 bis 3.

Weg 5: Mit einer Datei, für Mutige

Wer per FTP auf den Webspace kommt, legt dort eine Datei info.php an, die nur diese eine Zeile enthält: <?php phpinfo();. Aufgerufen unter ihre-website.de/info.php zeigt sie die Version und jede Einstellung des Servers. Genau deshalb: Löschen Sie die Datei sofort wieder. Sie verrät Angreifern mehr, als Sie möchten.

Die Zahl allein reicht nicht

Eine Warnung, die seit dem 21. Oktober wichtig ist. Viele Hoster und Linux-Distributionen bauen einen Sicherheitsfix in die bestehende Version ein, ohne die Nummer zu erhöhen. Eine Website kann dann „8.3.35“ anzeigen und trotzdem den Fix von 8.3.36 haben. Umgekehrt kann eine eigene Installation „8.3.36“ melden, weil jemand nur die Anzeige geändert hat.

Die Versionsnummer sagt Ihnen also, ob Ihre Version grundsätzlich noch versorgt wird. Ob ein bestimmter Fix drin ist, sagt Ihnen nur Ihr Hoster. Fragen Sie ihn das, schriftlich.

Was Sie mit dem Ergebnis tun

PHP 8.3 oder neuer: gut. Lassen Sie den Hoster die kleinen Updates automatisch einspielen (das tun fast alle), und prüfen Sie die Version einmal im Jahr.

PHP 8.2: noch versorgt, aber nur bis 31. Dezember 2026. Planen Sie die Umstellung auf 8.3 oder 8.4 für die nächsten Wochen, nicht für den 30. Dezember.

PHP 8.1 oder älter: Handeln Sie jetzt. Entweder hat Ihr Hoster die alte Version selbst gepatcht (fragen Sie), oder Sie stellen um. Die Umstellung ist eine Einstellung im Kundenmenü, aber sie kann Ihre Website brechen, wenn ein altes Theme oder Plugin die neue Version nicht verträgt. Deshalb:

  1. Vorher ein Backup, über das Kundenmenü oder ein Backup-Plugin.
  2. Alle Plugins und das Theme aktualisieren, solange die alte Version noch läuft. Veraltete Plugins sind der häufigste Grund, warum eine Umstellung schiefgeht.
  3. Umstellen, am besten abends oder am Wochenende.
  4. Jede wichtige Seite öffnen, das Kontaktformular abschicken, auf dem Handy nachsehen.
  5. Weiße Seite oder Fehlermeldung? Zurück auf die alte Version (dieselbe Einstellung), und dann Hilfe holen. Lassen Sie die Website aber nicht auf Dauer auf 8.1 stehen. Ein Fehler nach dem Update ist ärgerlich; eine offene Lücke ist teurer.

Und bei Johnny?

Bei Johnny gibt es keine PHP-Version, die Sie prüfen müssten. Ihre Website wird als fertige Seiten ausgeliefert; auf Ihrer Domain läuft kein PHP, es gibt keine Plugins und kein Admin-Login. Was auf unserer Seite läuft, das Kontaktformular und Johnny selbst, halten wir aktuell. Das ist im Monatspreis drin. Wie der Umzug abläuft: So funktioniert Johnny.

Quellen